EINZELSTÜCK

Nachhaltige Modekollektionen sprießen aus dem Boden wie Schwammerl. Beinahe jede:r Influencer:in hat bereits eine eigene T-Shirt Kollektion gelauncht. Und auch, wenn sie vielleicht nachhaltiger produziert wurde, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Ist es wirklich notwendig, dass wir noch mehr Kleidung produzieren, wenn der Planet vor lauter Altkleidern übergeht? 

Wieso arbeiten wir nicht, mit dem, was wir haben? Wieso trennen wir uns von unserer Kleidung statt sie zu reparieren oder einfach neu zu gestalten?

Klar, es ist wesentlich mehr Aufwand, das habe ich selbst erfahren, als ich begonnen habe Einzelstück zu konzipieren und mir zu überlegen, wie man die Idee am sinnvollsten umsetzt.

Daher starten wir jetzt erst mit ein paar ausgewählten Teilen, um dann zu sehen, wie die Reise weitergehen wird.

Die Kollektion besteht ausschließlich aus gebrauchten Kleidungsstücken, die ich von Magdalena von zink’n’zink habe besticken lassen. Bei der Auswahl der Motive haben wir uns schnell auf vier Kategorien geeinigt: Umwelt, mentale Gesundheit, Natur und, wie könnte es anders sein: Wien

Mit dieser Kollektion möchte ich den Fokus auf die Langlebigkeit zurückführen. Sie soll dazu inspirieren, Dinge zu reparieren statt etwas neues zu kaufen. Teile, an denen man sich sattgesehen hat, neu zu gestalten und sie so zu wunderschönen Einzelstücken zu machen.

“Aber damit nehmen wir doch Menschen Kleidung weg, die sie wirklich brauchen!”

Ich habe selbst immer wieder in Kleiderkammern und NGO’s gearbeitet, bzw. bin ich regelmäßigen Kontakt mit dem ZeFaBe und Train Of Hope, von dem wir den Großteil unserer Sachen beziehen. Überall herrscht derselbe Ton: “Mit Geld ist uns am meisten geholfen.” Fakt ist, dass die überwiegende Mehrheit in Kleiderspenden erstickt. Egal wo man hinsieht herrscht Aufnahmestopp, wenn es um Kleidung geht. Daher helfe ich beim Sichten und Ordnen und kaufe die Kleidung ab, somit steckt in jedem Einzelstück auch noch eine Spende an ein gemeinnütziges Projekt. 

Um die Kollektion möglichst inklusiv zu gestalten, habe ich mich auf neutrale, eher weit geschnittene Teile bzw. große Größen fokussiert, da man die gegebenenfalls auch leicht anpassen kann.